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Sie sind schlank und leiden trotzdem unter schmerzhaften, geschwollenen Beinen, die sich einfach nicht wegtrainieren lassen? Ein Gefühl, das viele Frauen kennen: Man sieht „gesund“ aus, und doch schmerzt jeder Schritt, jede Berührung. Statt Verständnis erfahren Betroffene oft nur Unglauben. Dass ein Lipödem ausschließlich Menschen mit Übergewicht betrifft, ist jedoch ein weitverbreiteter Irrglaube, der vielen Betroffenen zusätzliches Leid bereitet.
Denn tatsächlich kann die chronische Fettverteilungsstörung auch schlanke Frauen treffen, deren Beschwerden dadurch oft nicht ernst genommen werden. Eine fehlerhafte oder erst späte Diagnose führt dann dazu, dass Betroffene oft lange Zeit keine adäquate Hilfe erhalten.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum das Lipödem bei schlanken Frauen so oft übersehen wird, wie sich die Erkrankung äußern kann und welche Therapieoptionen Ihnen zur Verfügung stehen. Zudem beleuchten wir die psychischen Herausforderungen, denen viele begegnen, und zeigen, wie eine spezialisierte Behandlung wirklich helfen kann.
Wenn das äußere Erscheinungsbild nicht den typischen Erwartungen entspricht, wird die Erkrankung Lipödem häufig übersehen oder sogar fehldiagnostiziert. Besonders problematisch ist dies, wenn das Umfeld und sogar Ärzte die Beschwerden als ästhetische Probleme abtun. Da die Krankheit meist mit Übergewicht in Verbindung gebracht wird, vermuten viele Mediziner besonders bei schlanken Frauen zunächst andere Ursachen wie Cellulite oder sogenannte Reiterhosen. Hinzu kommt, dass nicht jeder Arzt auf die Diagnose und Behandlung von Lipödem spezialisiert ist.
Frauen, die unter unerklärlichen Schmerzen, Schwellungen oder Hämatombildungen überwiegend an den oberen und unteren Extremitäten leiden, sollten deshalb einen Facharzt aufsuchen, der sich speziell mit Lipödem auskennt, wie etwa
Diese erfahrenen Spezialisten können besser zwischen einem Lipödem und anderen Erkrankungen des Fettgewebes unterscheiden und so die richtige Diagnose stellen. Hören Sie hier jedoch immer auch auf Ihr Bauchgefühl und holen Sie sich im Zweifel eine Zweitmeinung ein. Worauf es darüber hinaus bei der Arztwahl ankommt, können Sie nachlesen unter Welcher Arzt hilft mir bei einem Lipödem weiter?
Typisch ist zum Beispiel, dass schmerzhafte, symmetrische Fettansammlungen trotz Diäten und Sport nicht verschwinden. Bei schlanken Personen kann dann beispielsweise das Verhältnis vom schlanken Oberkörper zu voluminöseren Extremitäten auffällig sein.
Eine symmetrische Zunahme des Unterhautfettgewebes, vor allem oberhalb oder unterhalb der Knie sowie im Trizepsbereich der Arme, ist typisch für die Lipödem-Erkrankung. Diese Fettvermehrungen („Wammen“) verursachen unter anderem Schmerzen und Druckempfindlichkeit.
Ein typisches Merkmal des Lipödems ist die ausgeprägte Fettansammlung an der Knieinnenseite. Diese Fettpolster können Schmerzen verursachen und das Knie optisch verformen. Die Fettpads erschweren zudem das Beugen und Strecken des Knies.
Eine typische Fettverteilung beim Lipödem ist die vermehrte Ansammlung von Fett im Bereich der Hüften und Oberschenkel. Diese Fettvermehrung führt zu einem Erscheinungsbild, das an Reiterhosen erinnert. Betroffene erleben oft eine unproportionale Figur mit schmaler Taille und breiten Hüften. Der auffällige Waist-Hip Ratio beschreibt charakterisch die Dispropotion beim Lipödem, im Gegensatz zu einem generell erhöhten BMI.
Abends neigen die Beine zu stärkerer Schwellung, da sich Lymphflüssigkeit um das Fettgewebe sammelt. Dies führt zu einem unangenehmen Spannungsgefühl und Druckempfindlichkeit. Die Schwellung kann im Verlauf des Tages zunehmen und ist nicht bei allen Lipödem-Patientinnen gleich stark ausgeprägt.
Beim Lipödem kommt es zu einer disproportionalen Zunahme von Fettgewebe, besonders an den Armen und Beinen. Der restliche Körper bleibt oft schlanker, was zu einem unausgeglichenen Körperbild führt. Betroffene nehmen daher nicht am gesamten Körper zu, sondern vor allem an den Extremitäten.
Die Beine wirken durch die gleichmäßige Fettansammlung von oben bis unten wie Säulen, daher der Begriff „Säulenbein“. Die Füße bleiben oft schlank, während ab den Gelenken muffartig eine Verbreiterung sichtbar wird. Dieses Fettansammlungen an den Fuß- und auch Handknöcheln wird auch als Kalibersprung bezeichnet.
Eine Achsenfehlstellung der Kniegelenke, auch X-Beine oder Genua valga genannt, ist eine häufige Folge des Lipödems bei ausgeprägter Volumenzunahme am Oberschenkel. Diese Fehlstellung führt zu einer erhöhten Belastung der Knie und kann Hautirritationen durch Reibung verursachen.
Mit fortschreitendem Lipödem dehnt das geschwollene Fettgewebe die Haut und das Bindegewebe stark. Dadurch entstehen sichtbare Einziehungen, wodurch die Haut an eine Matratze erinnert. Dieses Phänomen ähnelt optisch der Cellulite, ist jedoch durch die besondere Fettverteilung des Lipödems bedingt.
Lipödem-Patientinnen neigen dazu, schnell blaue Flecken zu bekommen, selbst bei leichten Berührungen oder Stößen. Dies liegt an den brüchigen Kapillargefäßen, die bei vermehrter Fett- und Lympheinlagerung besonders anfällig sind. Die blauen Flecken können schmerzhaft sein und langsam verheilen.
Im fortgeschrittenen Stadium des Lipödems kann sich das Fettgewebe verhärten. Diese sogenannte Liposklerose ist ein Zeichen des narbigen Umbaus des Gewebes und kann zu einer weiteren Verschlechterung der Symptome führen, wie etwa einer Zunahme der Lipödem-Schmerzen.
Psychische Belastungen wie Stress oder Depressionen können die Lipödem-Symptome verstärken. Einige Betroffene erleben erstmals Symptome in Zeiten großer emotionaler Belastung, was auf die Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper hinweist. Oftmals kann das Hormon Cortisol eine Rolle spielen. Ist der Cortisolspiegel lange erhöht, können temporäre Schwellungen oder sogar ein Lipödem-Schub verursacht werden.
Einige Körperregionen, insbesondere Arme und Beine, fühlen sich oft kälter an als andere Bereiche. Dies ist auf die schlechtere Durchblutung im Fettgewebe zurückzuführen. Betroffene berichten, dass es deutlich länger dauert, bis diese Bereiche wieder warm werden, was besonders im Winter unangenehm ist.
Auch ohne äußere Einwirkung oder Bewegung treten bei vielen Betroffenen Schmerzen auf, die in Ruhephasen spürbar werden. Dieser Ruheschmerz kann durch den Druck des Fettgewebes auf die Nerven entstehen. Betroffene berichten von dumpfen, ziehenden Schmerzen, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Ebenso können diese Beschwerden Ausdruck einer chronischen Entzündung im Fettgewebe sein.
Das Fettgewebe neigt zu chronischen Entzündungen, die sich als dauerhafte Schmerzen im Bindegewebe äußern. Diese Entzündungen führen zu einer weiteren Schädigung des Gewebes und erschweren den Heilungsprozess. Sie tragen wesentlich zur Erhöhung der Schmerzempfindung bei.
Es gibt Hinweise darauf, dass ein Ungleichgewicht der Steroidhormone, insbesondere von Östrogen und Progesteron, das Lipödem beeinflusst. Diese Hormone können sowohl das Volumen des Fettgewebes als auch die Schmerzwahrnehmung beeinflussen.
Ein häufiges Lipödem-Symptom ist das Gefühl von Kribbeln oder Taubheit in den betroffenen Körperregionen. Dieses Kribbeln kann sich mit der Zeit verstärken und ist oft unangenehm. Es deutet auf eine beeinträchtigte Nervenfunktion aufgrund des zunehmenden Fettgewebes hin.
Die Gelenke von Lipödem-Patientinnen sind häufig hypermobil, das heißt überbeweglich. Dies kann zu weiteren Problemen wie Gelenkschmerzen und einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit führen.
Die Fettzellen bei Lipödem-Patientinnen sind im Vergleich zu gesunden Menschen mit ähnlichem BMI deutlich vergrößert. Diese vergrößerten Zellen speichern mehr Fett und tragen zu der charakteristischen Fettansammlung bei.
Schon bei leichtem Druck, wie dem Kneifen in die Haut, empfinden Betroffene Schmerzen. Diese sind charakteristisch für das Lipödem und werden oft als brennend oder stechend und manchmal auch unnatürlich langanhaltend beschrieben. Der Schmerz kann sich verstärken, je weiter das Lipödem fortgeschritten ist.
Das Lipödem zeigt sich oft erstmals oder verschlimmert sich in Zeiten hormoneller Veränderungen wie Pubertät, Hormonbehandlungen, Schwangerschaft oder Wechseljahren. Diese Phasen verstärken die Fettvermehrung und Schmerzempfindung.
Die Schmerzen beim Lipödem sind vielseitig und variieren von Patientin zu Patientin. Einige Betroffene beschreiben die Schmerzen als dumpfen Muskelkater, während andere stechende oder brennende Schmerzen verspüren. Im Verlauf der Erkrankung können sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität der Schmerzen zunehmen.
Viele Betroffene leiden unter ständiger Müdigkeit und Erschöpfung. Diese chronische Erschöpfung, auch Fatigue genannt, kann das tägliche Leben stark einschränken. Sie ist oft eine Folge der chronischen Entzündungen im Körper und der ständigen Schmerzen.
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Je früher ein Lipödem diagnostiziert werden kann, desto eher kann eine auf Sie zugeschnittene Behandlung erfolgen. Mit unserem speziell entwickelten LIPOCURA®-Selbsttest erhalten Sie in wenigen Minuten eine erste, unverbindliche Einschätzung. Ganz in Ruhe und von zu Hause aus. Das Ergebnis dieses Tests kann in einer persönlichen Beratung berücksichtigt werden, um eine fundierte Diagnose zu stellen.
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Ob schlank oder nicht: Eine Behandlung des Lipödems ist wichtig, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Unbehandelt kann das Lipödem im Laufe der Jahre voranschreiten und zu weiteren Beschwerden, beispielsweise einem Lipo-Lymphödem, führen. Zu den Therapiemöglichkeiten gehören konservative Maßnahmen und minimalinvasive chirurgische Eingriffe.
Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten zählen vor allem die Kompressionstherapie und die manuelle Lymphdrainage. Die Kompressionstherapie umfasst das Tragen spezieller Kompressionskleidung, die gleichmäßigen Druck auf das betroffene Gewebe ausübt und somit die Bildung von Ödemen verringern sowie den Lymphfluss unterstützen kann. Auch die manuelle Lymphdrainage, eine spezielle Massagetechnik, hilft, angestaute Flüssigkeit im Gewebe abzutransportieren und Schwellungen zu reduzieren. Diese Maßnahmen können die Beschwerden mildern und die Beweglichkeit sowie den Alltag der Betroffenen erleichtern. Allerdings verändern diese konservativen Methoden nicht die Fettverteilung im Körper. Sie wirken symptomlindernd, jedoch nicht ursächlich, und haben keine dauerhafte Reduktion des krankhaft veränderten Fettgewebes zur Folge.
Die Liposuktion bei Lipödem gilt als die bislang einzige Methode, um die erkrankten Fettzellen dauerhaft zu entfernen und damit sowohl die fühlbaren Beschwerden zu lindern als auch den ästhetischen Aspekt zu berücksichtigen. Dieser Eingriff sollte jedoch nur von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden, welche die Besonderheiten eines Lipödems verstehen und berücksichtigen können. Bei LIPOCURA® führen wir die Liposuktion (Fettabsaugung) in Tumeszenztechnik mit der besonders gewebeschonenden PAL-Technik durch (PAL= power assisted liposuction). Mithilfe der vibrationsassistierten Liposuktion lösen wir das erkrankte Fettgewebe vollständig ab und entfernen es dauerhaft.
Schlanke Frauen mit Lipödem haben in der Regel einen geringeren Gesamtanteil an krankhaft verändertem Fettgewebe. Dieses Fett verteilt sich oft auf kleinere, aber dennoch auffällige Areale wie Oberschenkel, Knie oder Oberarme. Die betroffenen Körperregionen wirken dadurch im Vergleich zum übrigen, schlanken Körperbau disproportional. Für den Chirurgen erfordert es ein besonders hohes Maß an Präzision, um die Übergänge zwischen erkranktem und gesundem Gewebe nahtlos zu gestalten.
Viele schlanke Frauen mit Lipödem stehen vor der Frage: „Was fehlt mir?“ Oft fühlen sie sich von Ärzten und ihrem Umfeld missverstanden und nicht ernst genommen. Da das Lipödem häufig mit Übergewicht assoziiert wird, vermuten andere möglicherweise keine Erkrankung, sondern eine reine Ästhetik-Frage. Das Stigma „zu schlank für eine Krankheit“ erschwert den Alltag vieler dieser Frauen. Der ständige Rechtfertigungsdruck und das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, können zu sozialer Isolation, Selbstzweifeln und sogar Depressionen führen. Eine gezielte Aufklärung des Umfelds ist hier daher umso wichtiger. Indem Betroffene vertrauenswürdige Informationen teilen und gegebenenfalls eine Bezugsperson in Arztgespräche einbinden, können Missverständnisse abgebaut werden. Auch der Austausch in der stetig wachsenden Lipödem-Community hilft dabei, Verständnis und Unterstützung zu finden.
Für viele schlanke Patientinnen stellt sich zudem die Frage, ob sie für eine Liposuktion überhaupt infrage kommen. Dabei ist weniger das Körpergewicht entscheidend als vielmehr die Schwere der Symptome und die Lokalisation des erkrankten Fettgewebes. Moderne Diagnoseverfahren wie der 3D-Scan „MyLIPOAvatar“ ermöglichen eine präzise Planung für die Liposuktion, um die Beschwerden dauerhaft zu lindern.
„Lipödem ist keine Frage des Gewichts, sondern eine Erkrankung. Auch schlanke Frauen verdienen es, gehört und ernst genommen zu werden. In meiner täglichen Praxis erlebe ich immer wieder, wie erleichtert Patientinnen reagieren, wenn ihre Beschwerden endlich einen Namen bekommen. Genau deshalb ist mir eine sorgfältige, individuelle Diagnostik so wichtig, und das unabhängig davon, wie schlank oder füllig eine Frau ist. Nur wer richtig erkannt wird, kann auch richtig behandelt werden.“
Dr. med. Katrin Lossagk Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Mitgründerin von LIPOCURA®
Bei LIPOCURA® kennen und verstehen wir die Beschwerden, Sorgen und Bedürfnisse von Lipödem-Patientinnen. Wir wissen, dass die chronische Fettverteilungsstörung bei schlanken wie auch fülligeren Frauen auftreten kann, und gehen mit einer detaillierten und ganzheitlichen Diagnose auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen ein. Bei einem ausführlichen Beratungsgespräch führen unsere Fachärzte eine gründliche Anamnese durch und besprechen die bisherigen Symptome und Beschwerden.
Die Diagnose eines Lipödems bei schlanken Frauen erfordert besondere Sorgfalt, da die Fettverteilung oft subtiler ist. Wir setzen daher auf eine Kombination aus spezialisierten Untersuchungen, um die Erkrankung präzise zu erkennen:
Diese diagnostischen Verfahren sind darauf ausgerichtet, auch subtile Anzeichen eines Lipödems bei schlanken Frauen zu erkennen, die andernfalls übersehen werden könnten.
Eine frühzeitige Diagnose ist gerade bei schlanken Frauen besonders wichtig, da das Lipödem oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, wenn die Beschwerden zunehmen und der Alltag erheblich beeinträchtigt ist. Wird das Lipödem frühzeitig diagnostiziert, können konservative Maßnahmen wie Kompressionstherapien und Lymphdrainage die Symptome bereits in einem frühen Stadium lindern und ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Darüber hinaus ermöglicht eine rechtzeitige Diagnose die frühzeitige Planung einer Liposuktion bei Lipödem, die langfristig nicht nur die Beschwerden, sondern auch die psychische Belastung vieler Betroffener reduzieren kann.
Sie haben weitere Fragen rund um den Umgang mit Lipödem, zu dessen Diagnose und Behandlung? Gerne stehen wir Ihnen hierfür zur Verfügung. Vereinbaren Sie einen Termin zum persönlichen Beratungsgespräch mit unseren LIPODOCS.
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Das Lipödem wird häufig fälschlicherweise mit Übergewicht in Verbindung gebracht. Bei schlanken Frauen erwarten viele Ärztinnen und Ärzte sowie das persönliche Umfeld daher zunächst andere Ursachen für die Beschwerden, etwa Cellulite oder eine allgemeine Bindegewebsschwäche.
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Von Dr. med. Katrin Lossagk
Von Dr. med. Dominik von Lukowicz
Von Dr. med. Zukhra Abdullaeva
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