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Ein Lipödem zeigt sich am deutlichsten an den Beinen: Die Fettverteilungsstörung beginnt meist an den Oberschenkeln, breitet sich Richtung Knie und Waden aus und endet typischerweise oberhalb der Fußknöchel (»Ankle-Cuff«-Zeichen). Wenn Ihre Hauptbeschwerden an den Beinen auftreten, finden Sie auf dieser Seite konkrete Informationen und Hilfestellungen – kompakt und fokussiert.
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Geprüft durch den Autor
Dr. Katrin Lossagk ist hochspezialisierte Lipödem-Expertin sowie Gründungsmitglied und ärztliche Leitung von LIPOCURA®. Die Erforschung des Krankheitsbildes sowie der ganzheitliche Behandlungsansatz liegen ihr besonders am Herzen.
Dr. med. Katrin Lossagk
Leitende Ärztin Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Beratende Ärztin Lipödem
Inhaltsverzeichnis
Die Beinmuskulatur pumpt Blut und Lymphe gegen die Schwerkraft zurück. Schon kleine Störungen im Mikrokreislauf begünstigen Ödeme und Fehlverteilung von Fettzellen.
In den Adipozyten der Oberschenkel befinden sich bis zu dreimal mehr Östrogenrezeptoren als im Rumpf. Das erklärt die explosionsartige Volumenzunahme (Lipödem Oberschenkel) in Pubertät, Schwangerschaft oder unter Hormontherapien.
Jedes zusätzliche Kilogramm Fett an den Beinen steigert die Druckbelastung auf Knie- und Sprunggelenke um ein Vielfaches – ein Grund, weshalb Arthrose bei unbehandeltem Bein-Lipödem früher auftreten kann.
Ergänzend zu diesen Beobachtungen können Sie die Schmerzempfindlichkeit Ihres Gewebes mit einem einfachen Lipödem Kneiftest prüfen, um erste konkrete Hinweise zu erhalten.
Tipp: Führen Sie ein Bein-Tagebuch (Umfang, Schmerzskala, Temperatur). So lassen sich Frühveränderungen objektivieren und mit der Fachärztin besprechen. Eine Übersicht klassischer Anzeichen finden Sie auf unserer Seite Lipödem Symptome.
Konservative Maßnahmen können die Beschwerden eines Lipödems lindern, entfernen jedoch nicht das krankhaft vermehrte Fettgewebe. Die Liposuktion gilt derzeit als einzige Behandlung mit Heilungspotenzial; eine kontrollierte Studie belegt zudem eine deutliche Schmerzreduktion zwölf Monate nach dem Eingriff. Mit der großvolumigen PAL-Methode (Power-Assisted Liposuction) kann krankhaftes Fettgewebe an Ober- und Unterschenkeln gezielt entfernt werden – abhängig vom individuellen Befund oftmals in nur einer Sitzung. Weitere Details zur OP-Methode und zum Behandlungskonzept von LIPOCURA® finden Sie auf unserer Übersichtsseite zur Liposuktion bei Lipödem.
Viele Frauen mit Lipödem an den Beinen erleben eine starke Diskrepanz zwischen schlankem Oberkörper und voluminösen Beinen. Dieses »Body-Gradient«-Phänomen führt häufig zu:
Finden Sie auf der folgenden Seite weitergehende Informationen, wie andere Frauen mit dem Leben mit Lipödem umgehen.
Ein Lipödem an den Beinen zeigt sich häufig durch Schmerzen, Spannungsgefühle, Schwere, sowie Schwellungen, die im Tagesverlauf zunehmen können. Typisch ist außerdem eine symmetrische Volumenzunahme an Ober- und Unterschenkeln, während die Füße meist ausgespart bleiben. Die daraus entstehende Disproportion zwischen Oberkörper und Beinen kann einen zusätzlichen Hinweis auf die Erkrankung geben. Da ähnliche Beschwerden auch bei venösen oder lymphatischen Erkrankungen auftreten können, kommt es auf eine sorgfältige Untersuchung der Beine an. Dabei werden neben der Fettverteilung unter anderem die Gewebebeschaffenheit, die Druckempfindlichkeit und mögliche Schwellungen beurteilt.
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HINWEIS: Ein Lipödem ist eine ernstzunehmende Erkrankung, von der neben Frauen natürlich auch trans, nicht-binäre und intergeschlechtliche Menschen betroffen sein können. Alle Patient:innen sind in unseren Fachzentren willkommen.
Ja. Bei etwa 25 % der Betroffenen bleiben Arme lebenslang symptomfrei. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle ist dennoch sinnvoll, um ein späteres Ausbreiten früh zu erkennen.
Betroffene beschreiben häufig ein dauerhaftes Schweregefühl, Spannungen sowie Schmerzen bei Druck oder Berührung. Die Beine können im Tagesverlauf anschwellen und fühlen sich oftmals kälter an als andere Körperbereiche. Auch eine erhöhte Neigung zu blauen Flecken ist typisch.
Ja, längeres Sitzen oder Stehen kann die Beschwerden verstärken. Das liegt daran, dass sich im Gewebe vermehrt Flüssigkeit ansammelt, was zu Schwellungen, Druckgefühl und Schmerzen führt. Bewegung und Kompression können hier oft für spürbare Entlastung sorgen.
Bei Lipödem im Unterschenkel reicht in frühen Stadien häufig Kompressionsklasse 2 aus.
Gesellschaftsfähig nach 7–10 Tagen, sporttauglich (ohne High Impact) ab Woche 4. Das finale Ergebnis zeigt sich nach etwa 6 Monaten, sobald Restschwellungen abgeklungen sind.
Sport und Bewegung können die Beschwerden eines Lipödems lindern, indem sie die Lymphzirkulation fördern und das allgemeine Wohlbefinden steigern. Besonders gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Aquagymnastik, Radfahren und Walking sind empfehlenswert.
Eine Reduktion des krankhaften Fettgewebes ist durch Sport allein jedoch nicht möglich, da Lipödem-Fettgewebe auf kalorisches Defizit und Bewegung nicht wie normales Fettgewebe reagiert.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist das sogenannte Stemmersche Zeichen: Beim Lipödem lässt sich die Haut an den Zehen noch problemlos abheben (negatives Stemmersches Zeichen), beim Lymphödem ist dies nicht möglich.
Zudem betrifft das Lipödem immer symmetrisch beide Extremitäten und spart Hände und Füße aus, während ein Lymphödem auch einseitig auftreten und die Zehen miteinbeziehen kann. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich aus einem Lipödem allerdings ein sogenanntes Lipolymphödem entwickeln.
Ein Meilenstein für die Lipödem-Therapie: LIPLEG-Studie im „The Lancet“…
Ein Meilenstein für die Lipödem-Therapie: LIPLEG-Studie im „The Lancet“ veröffentlicht
Von Dr. med. Katrin Lossagk
Wieder zurück ins Leben – Anna
Von Anna – Patientin bei LIPOCURA®
Lipödem-OP-Vorbereitung
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