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Lipödem
3 Minuten

Das Lipödem und der Leidensdruck im Sommer

Gerade erst haben wir den Jahreswechsel zelebriert und zack, steht schon wieder der Sommer vor der Tür. Für die meisten ist der Sommer die schönste Zeit des Jahres, doch was den einen freut, ist für die meisten Lipödem-Patientinnen mit einem großen Leidensdruck und einer Verminderung der Lebensqualität verbunden.

Welche besonderen Strapazen das Lipödem im Sommer mit sich bringt

Schwimmen gehen, um sich vor aller Welt bloßzustellen? Auf keinen Fall, lieber verzichtet man auf den Spaß und denkt sich – mal wieder – eine Ausrede aus, weshalb man auch dieses Mal nicht mit zum See oder ins Schwimmbad kommen kann. Leider führt die warme Sommerluft dazu, dass die Schwellungen der Beine begünstigt werden, wodurch sich die Beschwerden deutlich verschlimmern. Und gerade dann ist es besonders wichtig, die Beine mit Kompressionsstrümpfen zu unterstützen, auch wenn diese im Sommer überwiegend unangenehm zu tragen sind. Von kurzen Hosen mal ganz zu schweigen. Um der Hitze etwas entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, möglichst luftige Kleidung zu tragen, die nicht in die sowieso schon gereizte und gespannte Haut einschneidet.

Aber auch der Wunsch des Summer-Bodys ist da, was also tun? Jede Lipödem-Patientin weiß, wie frustrierend es sein kann, wenn man alles dafür tut, damit man mit den schlanken Körpern im Sommer mithalten kann, es aber trotz aller Bemühungen bei dem eigenen so gar nicht funktioniert. Man achtet auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung, überwindet sich trotz schmerzender Beine zum Sport und trotzdem bleibt das Ergebnis ernüchternd. Wenn sich überhaupt etwas tut, dann am Oberkörper – an den unangenehmen Problemzonen bleibt alles, wie es war.

Lipödem und Sport – geht das überhaupt?

Auch wenn der Gedanke an Sport mit gemischten Gefühlen verbunden ist, ist er wichtig und unterstützt den Körper in jeglicher Hinsicht. Denn gerade beim Lipödem ist es von großer Bedeutung, die Muskeln zu stärken und das Bindegewebe zu straffen. Zudem verschafft der Sport ein neues Körpergefühl und die Lipödem-Patientinnen vernehmen ein ganz neues Selbstbewusstsein. Natürlich heilt auch der Sport ein Lipödem nicht, dennoch kann er zu einer Verbesserung des Wohlbefindens und der Symptome verhelfen – und gerade dies ist doch von besonderer Bedeutung.

Sport im Wasser

Um den Schmerzen entgegenzuwirken und die schwer wirkenden Beine zu entlasten, ist es ratsam, sich auf einen Sport zu fokussieren, der im Wasser stattfindet, wie zum Beispiel:

  • Schwimmen,
  • Aqua-Jogging,
  • Aqua-Cycling oder
  • Aqua-Aerobic.

Das Schwimmengehen ist bei solch einem Krankheitsbild mit einem Schamgefühl und einer großen Überwindung behaftet, denen man als Lipödem-Patientin verständlicherweise lieber aus dem Weg gehen würde. Allerdings sollte man hier versuchen, die unangenehmen Gefühle über Bord zu werfen. Wenn man sich erst einmal überwunden hat und die ersten Ergebnisse des Körpers und der Seele zu spüren bekommt, hat sich das Besiegen der eigenen Ängste letztendlich doch gelohnt.

Workouts zuhause oder im Fitnessstudio

Sollte man sich aber gar nicht dazu überwinden können und eher den Sport an Land bevorzugen, ist in jedem Fall darauf zu achten, dass die Kompressionsstrümpfe zur Entlastung und dem Rücktransport von Blut und Lymphflüssigkeit getragen werden. Beim Workout zu Hause oder in einem Fitnessstudio ist es wichtig, den Schwerpunkt auf eine Ausdauer-Sportart zu legen.

Der gezielte Aufbau von Muskelmasse hingegen sollte möglichst keine Relevanz erhalten, denn dieser würde den sowieso schon beanspruchten Gelenken noch mehr Kummer bereiten.

Ausprobieren ist hier definitiv die Devise. Es gibt viele Sportarten wie Hula-Hoop, Yoga oder schlicht und einfach mehr Bewegung in den bisherigen Alltag zu integrieren. Aber so individuell alle Sportarten sind, so individuell sind auch unsere Körper. Und nicht jede Sportart ist für jeden Körper und jede Lipödem-Kämpferin geeignet.

Finden Sie die Sportart, die zu Ihnen passt

Um sich durchzutesten und vorsichtig heranzutasten, eignet sich auch ein Sporttagebuch, indem man ausprobierte Sportarten vermerken und das entstandene Wohlbefinden und Körpergefühl bewerten kann.

Am Ende ist es aber egal, für welche Sportart Sie sich entscheiden. Letztendlich sollten Sie immer darauf schauen, dass Sie den Körper nicht überlasten und nur die Übungen ausführen, die dem Körper auch guttun.


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